Technik und Mobilität

Post in: Englisch

Pendeln über große Distanz, häufige Dienstreisen mit Übernachtung sowie Beziehungen auf große Entfernung hängen von der Technik ab, die es ermöglicht, Distanzen schnell und leicht zu überbrücken. Zukunftsentwicklungen in diesem Bereich sind abhängig von Kommunikations- und Energietechnologien. In dem Maße wie das Reisen einfacher, sicherer, schneller und ökologisch vertretbarer wird, wird wohl auch das Ausmaß des Pendelverkehrs über große Distanzen und die Anzahl an Fernbeziehungen steigen. Falls hingegen die Kosten der durch das Reisen verursachten Umweltschäden in die eigentlichen Reisekosten eingerechnet werden und nicht mehr alleine durch die Umwelt getragen werden, wäre möglicherweise ein Rückgang des Pendelns über große Distanzen sowie von Fernbeziehungen denkbar, da die Menschen sich bemühen würden, ihre Aktivitäten in eingeschränktere geographische Regionen zu konzentrieren.
Wir müssen einsehen, dass die Rolle der Technik in der räumlichen Mobilität ambivalente Prozesse verursacht – einerseits können neue Technologien die Notwendigkeit des persönlichen Kontaktes reduzieren durch die Möglichkeit, von jedem beliebigen Ort miteinander zu kommunizieren und zu arbeiten, und damit die physische Mobilität verringern. Andererseits verstärken zahlreichere Kontakte und weitere, aktiver betriebene soziale Netzwerke das Interesse oder das Bedürfnisse an direkten persönlichen Kontakten.

Exerpted partly from: Hofmeister, Heather & Norbert Schneider. 2010. „Job Mobilities in Europe: Core Findings, Policy Implications and Future Outlook “ in Mobile Living across Europe, Volume II: Causes and Consequences of Job-Related Spatial Mobility in Cross-National Perspective. N. Schneider & B. Collet (Hg.). Barbara Budrich Verlag.

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