Warum Frauen in Führung? Aspekt 2: Andersartigkeit der Frauen

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Es gibt zahlreiche Aspekte, die die Wichtigkeit von Frauen in Führungspositionen unterstreichen. Ein zweite Sichtweise, warum Frauen in der Leitung beteiligt sein sollten, ist das Gegenteil von der Ansicht der Gleichheit vor dem Gesetz. Diese Sichtweise geht davon aus, dass Frauen anders sind, und dieser Unterschied tut uns gut.

Einige sagen, Frauen sind die besseren Menschen. Das geschieht manchmal, um einen Gegenpol zu schaffen nach hunderten oder tausenden Jahren Geschichte, wo davon ausgegangen wurde, dass Frauen keine Menschen sind, und sie als Wert oder Objekte angesehen wurden. Wir leben immer noch in einer Welt, wo viele Menschen, Familien und sogar Staaten genau das immer noch über Frauen und Mädchen denken.

Man muss nicht daran glauben, dass Frauen durchschnittlich besser oder schlechter als Männer sind, um sich vorstellen zu können und davon überzeugt sein zu können, dass Frauen – aufgrund ihrer Biologie, der Sozialisation oder aus welchem Grund auch immer – anders entscheiden würden, anders handeln würden, andere Prioritäten setzen möchten, andere Aspekte im Blick halten würden.

Die Lebenserfahrung macht einiges aus. Unsere Weltanschauung schaffen wir nicht aus dem Nichts. Wir schaffen sie aus allem, was wir gesehen, gelesen, erlebt und erlitten haben.
„Where I stand on an issue depends on where I sit.“ (Miles Law).
Wenn wir neue Prioritäten und Sichtweisen in unseren Ländern, in unseren Organisationen haben wollen, brauchen wir neue Menschen am Verhandlungstisch.

Marion Knaths, Autorin von „Spiel mit der Macht“ über Frauen in Führung, hat geschrieben: “In den meisten Unternehmen, Kliniken, Parteien, Universitäten, Sozietäten, Theatern, etc. gelten bislang die Regeln der männlichen Kommunikation. … es bringt überhaupt nichts, sich darüber aufzuregen…. Es ist, wie es ist. Um es zu ändern, müssen Sie an der Spitze der Organisation stehen.” – S. 125

Das heißt, Frauen können die Regeln der weiblichen Kommunikation in Unternehmen, Kliniken, Parteien, Universitäten, Sozietäten, Theater etc. bringen, wenn sie an der Leitung beteiligt sind.

Es gibt Vorurteile über Führungskräfte und Frauen, die zu unterschiedlicher Kategorisierung führen. Eine Befragung vieler Personen zu ihren Assoziationen, was einen „guten“ Vorgesetzten bzw. eine „gute“ Frau ausmacht, hat folgendes ergeben (Forschung von Alice Eagly, 2007, Quelle Unten):
Ein “guter Vorgesetzter” sei:
• selbstgesteuert
• aggressiv
• aktiv
• selbstbewusst
• stark
• klar
• direktiv

Eine “gute Frau” sei:
• fürsorglich anderen gegenüber
• freundlich
• passiv
• herzlich
• sanft
• höflich
• kooperativ

Wie wäre es, wenn Vorgesetzte auch freundlich, herzlich, höflich, kooperativ und fürsorglich anderen gegenüber wären? Das wäre doch eine bessere Welt, nicht wahr?

Weiteres und Zitierte Quellen

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