Das Leben ,post-Postdoc‘: Reflexionen über Karrieremöglichkeiten

Post in: Englisch

Einmal jährlich veranstaltet die Ruhr-Universität Bochum im Sommer einen Abend für Post-docs aus Bochum, der TU Dortmund und der Universität Duisburg-Essen.

In diesem Jahr war ich eingeladen worden, dort über „Life „post-Postdoc“: Reflections on career possibilities inside and outside the Academy, inside and outside of Germany.“ zu sprechen. Ich sagte den 60 Postdocs: „Sie haben viele Jahre hart gearbeitet in Ihrem Studium, für Ihre Dissertation und jetzt in Ihrer Postdoc-Stelle. Zeitweise erschien die Welt sehr klein und eng, eingegrenzt durch die Grenzen und Sachzwänge Ihrer Projekte und Pflichten. Aber in Wirklichkeit ist die Welt dabei sich zu öffnen! Nach dem Postdoc werden die Karrierewege wieder offener und es tun sich zahllose Möglichkeiten auf. Wir werden über diese Möglichkeiten sprechen, über die Vor- und Nachteile, und darüber, wie Sie am besten einschätzen, welche Möglichkeit die richtige für Sie sein könnte. Lassen Sie uns gemeinsam Grenzen überschreiten.“

Wir führten dann ein Selbstcoaching durch und ich erzählte Geschichten aus meiner eigenen Erfahrung, um Einzelheiten zu illustrieren. Nach meiner Überzeugung gibt es keine „one size fits all“-Rezeptur für die perfekte wissenschaftliche Karriere, im übrigen auch nicht für irgendeinen anderen Lebensaspekt. Ich erfahre es immer und immer wieder, dass der beste Weg derjenige ist, der sich aus der eigenen einzigartigen Perspektive und Glaubwürdigkeit entwickelt.

Die Postdocs teilten mir im Anschluss mit, dass sie selten von Möglichkeiten außerhalb der Universitäten hören neben dem Weg zur Professur. Daher fühlten sie sich inspiriert und ermutigt, was die Absicht gewesen war. Auch wenn sie sich für den Weg in die Professur entscheiden sollten, sollte diese Wahl wirklich eine Entscheidung sein und nicht ein Standardweg mangels Alternative. Sie sind die besten und intelligentesten und daher haben sie jedes Recht, alle Möglichkeiten, die die Welt zu bieten hat, zu nutzen.

Ich war beeindruckt von der Offenheit, dem Mut und der Freundlichkeit dieser Gruppe. Nach dem Vortrag verbrachten wir noch einige Stunden im Gepräch im Garten des Konferenzcenters und unterhielten uns dabei über Arbeit, Familie, Umzüge, Machtstrukturen, Zeitaufwand und Identität. Beeindruckende Gespräche. Ich füge diesem Beitrag eine Auswahl meiner Folien bei in der Hoffnung, dass diese anderen bei der Planung der eigenen Karrierewege helfen können.

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